10 Methodische und epistemische Grenzen

Auch ein strukturiertes Framework wie VERA-VM kann die grundlegenden Grenzen von KI nicht aufheben.
Die KI besitzt keine echte visuelle Wahrnehmung, keine historische Urteilskraft und keine eigenständige Theoriekompetenz.
Sie operiert ausschließlich über Musterstatistik.

Die Grenzen des Systems liegen deshalb nicht im Code, sondern in der Natur der Modelle:

  • fehlende echte Bildwahrnehmung
  • unvermeidbare Halluzinationen
  • Reduktion historischer Komplexität
  • Risiko der Überinterpretation
  • keine Quellenkritikfähigkeit
  • Abhängigkeit vom Prompt und den Modulen

VERA-VM kann diese Grenzen nur sichtbar machen, nicht eliminieren.


Technische Einschränkungen

Die technische Umsetzung bringt eigene Begrenzungen mit sich:

  • JSON-Handover sind streng, aber fehleranfällig
  • inkonsistente A1-Beschreibungen können A4 zerstören
  • komplexe Theorien lassen sich nur teilweise präzise in Prompts abbilden
  • große Bildkomplexität überfordert KI-Modelle strukturell

VERA-VM ist daher ein Kontrollsystem, kein Ersatz für wissenschaftliche Expertise.


Notwendigkeit menschlicher Kontrolle

Keine KI-Analyse, auch nicht im Rahmen von VERA-VM, ist ohne menschliche Kontrolle wissenschaftlich belastbar.
Das System zwingt zur Struktur — aber nur der Mensch kann:

  • Fehler erkennen
  • Theorien korrekt einordnen
  • Abweichungen bewerten
  • Interpretationen plausibilisieren

Damit stellt VERA-VM die Rollen klar:

KI analysiert strukturell.
Der Mensch urteilt wissenschaftlich.