Die Ikonik nach Max Imdahl ist eine Theorie des Sehens, die das Bild als eigenständiges System visueller Bedeutung begreift.
Sie löst sich von ikonografischen oder textbezogenen Interpretationen und konzentriert sich auf das, was im Bild selbst sichtbar wird.
Der Bildsinn entsteht durch Struktur, Farbe und Raum – also durch das, was Imdahl „das Sehbare“ nennt.
Das Ziel ist ein sehendes Verstehen, bei dem die Wahrnehmung selbst zur Erkenntnisform wird.

Die semiotische Theorie nach Roland Barthes und Umberto Eco begreift Bilder als Zeichensysteme, deren Bedeutung nicht unmittelbar im Dargestellten liegt, sondern in kulturell verankerten Codes und Konventionen.
Sie untersucht, wie visuelle Darstellungen Bedeutungen erzeugen, kommunizieren und ideologisch wirken. Dabei wird jedes Bild als Kette von Zeichen verstanden, die eine bestimmte Wirklichkeit repräsentieren und zugleich soziale Werte transportieren.

Die Bildhermeneutik versteht Bilder als eigenständige kulturelle Ausdrucksformen, die mehr zeigen, als Sprache allein vermitteln kann. Sie untersucht, wie Menschen in Bildern ihre Sicht auf die Welt, ihre Erfahrungen und ihr Selbstverständnis artikulieren.
Im Zentrum steht das Verstehen kultureller Produkte in ihrer Eigenlogik – also der Versuch, die innere Logik eines Bildes zu erkennen, ohne vorschnell Deutungen oder theoretische Vorannahmen einzubringen.

Die ikonologische Methode bildet einen der zentralen theoretischen Pfeiler der modernen Kunstwissenschaft.
Sie wurde von Erwin Panofsky (1892–1968) entwickelt und versteht sich als historisch-hermeneutisches Verfahren, mit dem sich die Bedeutungsstrukturen eines Kunstwerks systematisch erschließen lassen. Ziel ist nicht allein die Beschreibung des Sichtbaren, sondern das Verständnis der geistigen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge, in denen ein Bild entstanden ist.