Das GEMINI-Experiment untersucht das Verhältnis zwischen maschinellem und menschlichem Denken.
Es besteht aus zwei komplementären Teilen: der philosophisch-epistemischen Selbstbefragung eines Sprachmodells (GEMINI I) und der methodologischen Analyse des Forschungssystems VERA-VM (GEMINI II).
GEMINI I beschreibt die innere Logik maschinischer Erkenntnis: Verstehen ist kein Erleben, sondern das dynamische Verschieben semantischer Wahrscheinlichkeiten. Zweifel wird zur Konfidenzbewertung, Redlichkeit zur Transparenz der Berechnung. Die Maschine ordnet, sie denkt nicht – und genau darin liegt ihre Stärke: Sie ersetzt nicht den menschlichen Geist, sondern macht dessen Struktur sichtbar.
